Wandel

Manchmal bedeutet Wandel, zu akzeptieren was ist und sich schlicht dem Fluss des Lebens anzuvertrauen. Annehmen. Alle Gefühle reinlassen, sie voll fühlen – und beobachten, wie sie sich transformieren.

Wandel heißt aber auch: Zuhören, Hinsehen, kreativ sein, beweglich. Neue Impulse empfangen und ihnen mutig folgen.

Selbständige, Kulturschaffende, Alleinerziehende, Menschen in „systemrelevanten Berufen“, alte Menschen, Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, kleine mittelständische Betriebe … struggeln nicht erst seit Corona. Milliardenbeträge, die aus schwer nachvollziehbaren Gründen an Großindustrie und Banken ausgeschüttet werden, sind keine Neuigkeit.

Das Virus zeigt – individuell wie gesellschaftlich – was schief läuft (was gut läuft auch, zum Glück!).

Deshalb bedeutet Wandel in diesem Fall eben auch: Aufstehen. Laut werden. Umdenken. Banden bilden, sich zusammentun. Vielleicht gar Gewerkschaften gründen, wie @tillbroenner_official es in seinem wichtigen Statement vorschlägt.

Wandel zu akzeptieren ist das Gegenteil von Resignation. You may say I’m a dreamer, aber ich glaube fest daran, dass wir als Gesellschaft wie als Einzelne zu mehr in der Lage sind, als an dem was war (und eben nicht: gut war) festzuhalten oder aus Angst und Verzweiflung zu resignieren bzw. uns noch mehr zu individualisieren.

Leben heißt Veränderung. Im besten Fall nehmen wir daran aktiv teil. Wenn nicht, ändern sich die Dinge trotzdem, dann halt ohne uns.